Eberswalde

Kurzbeschreibung von Eberswalde

Eberswalde liegt im Nordosten Brandenburgs und ist mittlerweile als Waldstadt bekannt. Früher bestimmte jedoch vor allem die Schwerindustrie das Stadtbild- und entwicklung. Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) prägt seit Jahren im Sinne des Titels die Stadt, woraus sich auch die Aktivität für Foodsharing in Eberswalde begründet. Seit 2017 als Bezirk eingetragen, retten heute etwa 100 Foodsaver*Innen, vorwiegend Studierende bei über 1000 jährlichen Abholungen Lebensmittel. Ein Fairteiler an der HNEE sorgt für die bislang einzige direkte & regelmäßige Austauschmöglichkeit zwischen Foodsharing und der nicht daran beteiligten Stadtbevölkerung. Dieses wollen wir als zukünftige Foodsharing-Stadt ändern.

(Stand: November 2022)

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Lokale foodsharing Gruppe

  • Foodsaver: 207
  • aktive Kooperationen: 17
  • Engagierte über Abholungen hinaus: 22
  • Besonderes: Foodsharing wird vor allem von Studierenden in Eberswalde getragen. Durch den jährlichen, regen Zuzug entwickelt sich die Foodsharing-Community stets weiter.
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Fairteiler

Der Fairteiler steht in dem Foyer eines Gebäudes der Hochschule. Der Kühlschrank wurde von der Hochschulgesellschaft und dem Asta gespendet. Zwei Regale wurden auf Eigeninitiative organisiert und machen den Fairteiler komplett, welcher durch öffentliche Fairteilungen für zahlreiche Nicht-Studierende sichtbar wird. Der Fairteiler ist für Studierende der HNEE, direkt an einer der Mensen gelegen, sehr attraktiv zu erreichen. Nicht-Studierende können zu den üblichen Öffnungszeiten den Fairteiler erreichen, welcher auf Foodsharing.de registriert ist. Eine inoffizielle Telegramgruppe informiert über 900 Eberswalder*Innen über größere Lebensmittelmengen, die sich im Fairteiler befinden. Zentral in der Stadt gelegen bietet er einen unkomplizierten Tausch von Lebensmitteln.

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Öffentlichkeitsarbeit Team

aktive.eberswalde@foodsharing.network

Unsere Ziele:

  • Bewusstsein der Eberswalder*Innen für Lebensmittelwertschätzung schaffen
  • Gemeinsame Veranstaltungen veranstalten mit lokalen Gruppen wie Greenpeace
  • Breiteres Bewusstsein für Möglichkeiten des Teilens von überschüssigen Lebensmitteln
    • Teilnahme an Foodsharing
    • Private Nutzung des Fairteilers
    • Privates Teilen von überschüssigen Lebensmitteln
  • Regelmäßiger Austausch zwischen Foodsharing-Verantwortlichen und Verwaltungsangehörigen zu Veranstaltungen der Stadt bzw. in Organisationshand der Stadt bei denen
    • Foodsharing ggf. einen Infostand betreibt
    • Foodsharing ein fester Bestandteil von lokalen Festivitäten wird
  • Erweiterung der Kooperationsmöglichkeiten mit der Stadt nach dem Ideenkatalog
  • Öffentliche Bewerbung von Foodsharing durch die Stadt Eberswalde
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Info Stände

Jährlich gestalten wir einen Stand bei der Erstie-Rallye der HNEE, wir versorgen die Teilnehmenden der Kleidertauschparties der lokalen Greenpeace-Gruppe mit Speisen aus geretteten Lebensmitteln und informieren Interessierte über unser Engagement auf dem Campusfest der HNEE und dem Tag der offenen Tür.

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Öffentliche Lebensmittelrettung

Rettungen auf dem Weihnachtsmarkt Eberswalde

Das Stadtmarketing war begeistert von unserer Kooperationsanfrage und einige Betriebe haben in den letzten Jahren mit uns kooperiert. Durch die großräumige Verteilung der Stände dauert die Abholung deutlich länger als bei Foodsharing üblich. Nicht wie üblich wird nach Betriebsschluss gerettet, sodass es zu Wartezeiten kommen kann und zu direktem Kontakt mit Kund*Innen. Bei diesem über Foodsharing zu informieren und gleichzeitig die Betriebe vor Ort vor „Imageverlust durch unsere Kooperation“ zu schützen, stellt eine Herausforderung dar. Negative Stimmen bzgl. unserer Kooperation haben wir bis dato nicht erlebt.

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foodsharing in Zeiten von Corona

Corona hat Foodsharing Eberswalde auf mehreren Ebenen getroffen. Die öffentlichen Plenen konnten nur digital stattfinden, jedoch wurden sie regelmäßig angeboten. Der Fairteiler, ein Tag vor öffentlichem Beginn der Pandemie eröffnet, ist für ein halbes Jahr nicht geöffnet gewesen. Nach erneuter Öffnung der Hochschule konnte der Fairteiler in Betrieb gehen und so eine große Kooperation mit einem Betrieb ermöglichen. Die Reduzierung von Slots war vereinzelt auch nötig, woraus eine Mehrbelastung der Foodsaver*Innen leider nicht vollständig ausgeschlossen werde konnte. Tragehilfen, welche in der Nähe der Betriebe warteten, konnten die Abholungen wiederum vereinfachen.

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Herausragende Betriebskooperationen

Die Inhaberin des Café Liesbeth, eines der ersten Kooperationen, bat uns gelegentlich um Rezepte für ihren Betrieb. Dies ist zwar keine konkrete Maßnahme gegen Lebensmittelverschwendung, zeigte uns aber ihren Respekt gegenüber unserer Initiative.

Ebenso verhält es sich mit den Mensen der HNEE. Eine Arbeitsgemeinschaft, welche sich mit der Nachhaltigkeit des Betriebsablaufes der Mensa befasst, ermöglicht es Studierenden und Foodsaver*Innen, die Nachhaltigkeitsentwicklungen der Mensen aktiv mitzugestalten. Unsere Kooperation mit den Mensen ist hier nur ein Beispiel.

Die Kooperation mit der lokalen Tafel ist eine für Eberswalde in ihrer Form untypische Foodsharingkooperation. So hat sie ihren Betriebsablauf an uns angepasst und liefert uns gerettete Lebensmittel direkt zum Fairteiler. Hier finden öffentliche Fairteilungen statt.

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Lebensmittelanbau

Die GeLa Eberswalde, eine Initiative, die gemeinsames Landwirtschaften als Ziel hat, hat vor allem bei Studis zahlreiche Mitlandwirt*Innen gefunden. Wöchentliche werden so Lebensmittel aus der Region in der Stadt an die Aktiven verteilt.