Recklinghausen

Kurzbeschreibung von Recklinghausen

  • foodsharing Bezirk seit 2015
  • Anzahl Kooperationen: 9
  • Art der Kooperationen: Bioläden, Bäckerei, Supermarkt, regionale Lebensmittelerzeuger über den Wochenmarkt, Hofladen, Tafel.
  • Besonderes: Wir konzentrieren uns in unseren Kooperationen auf kleinere, möglichst Inhabergeführte Geschäfte, um den regionalen Bezug zu stärken. Seitdem unsere foodsharing Gruppe in diesem Jahr 2020 viele neue foodsaver*innen gewinnen konnte, sind wir momentan dabei, die Kooperation mit einer Supermarktkette nach und nach auszubauen.

(Stand: Dezember 2020)

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Lokale Gruppe

Unsere AG Foodsharing-Stadt Recklinghausen hat sich konzipiert, um im Rahmen der Bewegung Maßnahmen zu intensivieren, die über das Retten hinausgehen.

  • Aktive foodsaver*innen: ca. 40
  • Aktive Mitstreiter*innen über das Lebensmittelretten hinaus: ca. 8-10 Leute
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foodsharing in Zeiten von Corona

Um die Hygienevorschriften einhalten zu können, haben wir einen Gabenzaun eingerichtet. Wir haben das Sortiment erweitert auf Alltags- und Hygieneartikel und die Bürger*innen aufgefordert, uns mit ihren Spenden zu unterstützen. Um foodsaver*innen hinsichtlich Hygiene zu sensibilisieren, wurden Hinweisschilder am Fairteiler bzgl. Hygiene und Abstand angebracht. Gruppentreffen wurden abgesagt oder nach draußen verlegt und die Anzahl der Abholer*innen wurde reduziert.

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Öffentlicher Fairteiler

2015 haben wir mit einer kleinen Holzhütte als Fairteiler angefangen. Seit diesem Jahr (2020) haben wir einen neuen Fairteiler. Wir haben uns für eine offenere Form entschieden, damit direkt sichtbar ist, dass der Fairteiler befüllt ist. Dieser ist jeder Zeit öffentlich zugänglich und befindet sich im Eingangsbereich des soziokulturellem Zentrum und Jugendzentrum Altstadtschmiede e.V. Hier ist viel Publikumsverkehr und unser Fairteiler ist immer im Blick von Menschen. Das Team der Einrichtung Altstadtschmiede hat einen Teil der Finanzierung des Schranks übernommen und unterstützt die Idee des Teilens. In der Nähe des Fairteilers steht deshalb ein öffentlicher Bücherschrank.

Wir möchten die Idee des Lebensmittel - Fairteilers verbreiten. Dazu führen wir zurzeit mit Vertreter*innen der Kirchengemeinden Gespräche, inwieweit dort weitere Fairteiler, für die die Gemeinden die Verantwortung übernehmen, aufgestellt werden können. Bis jetzt haben wir sehr positive Rückmeldungen und engagieren uns weiterhin für diese Idee.

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Öffentlichkeitsarbeit Team

Ansprechpersonen für unser Öffentlichkeitsarbeitsteam sind Marc Pracht (https://foodsharing.de/profile/37359) und Karin Neuhaus (https://foodsharing.de/profile/100404).

Die Ziele unserer Gruppe sind der Aufbau nachhaltiger Kooperationsstrukturen zu Lebensmittelbetrieben, zur Stadtverwaltung, zu Bildungseinrichtungen und anderen Initiativen auf lokaler Ebene. Außerdem wollen wir die Einflussnahme auf lokalpolitische Entscheidungsträger bzw. auf die Entwicklung eines städtischen Konzeptes zur Lebensmittelwertschätzung erreichen (Stichwort Ernährungsrat).

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Info Stände

Regelmäßig nehmen wir an Veranstaltungen in der Stadt teil, um das Thema Vermeidung von Lebensmittelmüll deutlich zu platzieren. Ruhrfestspiele, Nabu-Herbstfest, Komposttag der Abfallbetriebe sind einige Beispiele. Eine eigene Veranstaltung, mit Raphael Fellmer als Gastredner, haben wir direkt zu Beginn unserer foodsharing Aktivitäten durchgeführt. Unser Start in der Stadt Recklinghausen!

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Öffentliche Rettung

Mit der gesamten foodsharing Gruppe Recklinghausen haben wir eine große Rettungsaktion bei einem Foodlover Streetmarket durchgeführt. Aufgrund der riesigen Menge an Lebensmitteln kommt man da schon an die Grenze des Möglichen. Bei diesen Großrettungsaktionen muss man die Vielzahl an Behältnissen bedenken, die man braucht, wie auch die Notwendigkeit der direkten Weitergabe der Lebensmittel, da diese zum größten Teil schon zubereitet sind.

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Fairteiler mit Beteiligung der öffentlichen Hand

Durch das Projekt „Zukunftswerkstatt“ der Agentur für Arbeit Recklinghausen konnte unser Fairteiler im Rahmen eines Qualifizierungsprojektes mit Jugendlichen gebaut und aufgestellt werden.

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Bildung Austausch

Der Träger der Maßnahme „Zukunftswerkstatt“ ist das Bildungszentrum des Handels Recklinghausen. Eine weiterführende Kooperation mit dem Bildungszentrum steht in den Startlöchern. Wir erläutern in einem neuen Projekt mit jungen Erwachsenen, was Foodsharing ist und im Anschluss ist geplant, dass die Projektteilnehmer*innen auch selbst Lebensmittel retten können.

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Betriebskooperationen

Unsere Kooperation mit der Bäckerei Bomheuer zeichnet sich durch unsere Zusammenarbeit auch mit der Tafel aus: Wir retten dreimal in der Woche Backwaren, an den anderen Tagen kommt die Tafel, so dass keine Lebensmittel aus diesem Betrieb im Müll landen.

Das Feinkostgeschäft Naturgarten kooperiert seit über vier Jahren mit foodsharing Recklinghausen. Die Inhaberin verarbeitet nicht verkauftes Obst und Gemüse weiter zu Marmelade oder Salate und bietet diese anschließend im Laden an.

Auf dem Wochenmarkt unterstützen Stände sich gegenseitig. Sie geben übrig gebliebene Waren untereinander weiter und es gibt eine enge Zusammenarbeit auch mit anderen Initiativen z.B. einer Fair-Trade Initiative, die ebenfalls einen Stand beim Markt betreibt.

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Events mit Beteiligung der öffentlichen Hand

Gemeinsam mit den kommunalen Servicebetrieben und der Abteilung Klimamanagement der Stadt Recklinghausen haben wir zur europäischen Woche der Abfallvermeidung den Schwerpunkt auf Lebensmittelmüll gelegt. Dazu haben wir gemeinsam mit den städtischen Partner*innen eine Schaufensteraktion in der Innenstadt organisiert.

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Runder Tisch

In Absprache mit den städtischen Verwaltungsbereichen Klimaschutzmanagement und KSR (kommunale Servicebetriebe) ist ein runder Tisch Lebensmittelwertschätzung mit weiteren Akteur*innen aus der Kommune geplant. Pandemiebedingt mussten die Treffen abgesagt werden.

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Lebensmittelanbau

Seit 2012 ist Recklinghausen fairtrade Stadt. In mehreren urban gardening Projekten engagieren Bürger*innen sich für mehr Grün und Anbau von Gemüse in der Stadt. Ein Unverpackt-Laden sowie drei Bioläden und ein Hofbioladen erweitern das Lebensmittelangebot in der Stadt. „Recklinghausen blüht“ ist eine Bürgerinitiative, die sich für mehr Insektenschutz einsetzt. Die Lokale Agenda 21 ist zudem eine Recklinghäuser Fairtrade- und Nachhaltigkeitsinitiative, von der wir viel Unterstützung erfahren.